Gutscheine für Haushaltsnahe Dienstleistungen

Immer mehr Familien stehen vor der Herausforderung Familie und Berufstätigkeit zu vereinbaren. Zur Unterstützung der Familien hat die Regierungskoalition 2018 festgelegt:

Wir verbessern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf von erwerbstätigen Eltern, Alleinerziehenden,  älteren Menschen und pflegenden Angehörigen durch Zuschüsse für die Inanspruchnahme von haushaltsnahen Dienstleistungen. Gleichzeitig fördern wir damit legale, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, insbesondere von Frauen.

Eine Umsetzung ist bis heute nicht erfolgt.

In einem Modellversuch in Baden-Württemberg wurden bestimmte Bevölkerungsgruppen, z. B. Alleinerziehenden, die wieder 20 Std./Woche berufstätig wurden oder Familien mit pflegebedürftigen Eltern, in denen beide Ehepartner berufstätig waren, gefördert. Sie erhielten Gutscheine in Höhe von 12 €/ Std. für eine legale Haushaltshilfe, die durch ein Unternehmen gestellt wurde. Das Unternehmen musste mindestens 51% der Mitarbeiter sozialversicherungspflichtig beschäftigen. Das Modellvorhaben war ein Erfolg. Es wurden viele Frauen für die Berufstätigkeit wieder gewonnen bzw. im Beruf gehalten. In Belgien und Frankreich gibt es diese Gutscheine bereits.

Dieses Gutscheinmodell sollte bundesweit eingeführt werden. Untersuchungen in Belgien haben gezeigt, dass die Ausgaben fast durch die dadurch entstandenen Einnahmen ausgeglichen wurden. Fachkräfte wurden für die Wirtschaft gewonnen. Es wurden wesentlich höhere Sozialeinnahmen regeneriert, da Haushaltshilfe nicht mehr schwarz erbracht wurde. In Belgien wurde die Schwarzarbeit im Bereich der Haushaltshilfe fast ganz ausgemerzt wurde.

Der Deutsche Hauswirtschaftsrat hat gemeinsam mit der Initiative „Equalcareday“  die Petition „ZUSCHÜSSE FÜR HAUSHALTSNAHE DIENSTLEISTUNGEN: FÜR EINE FAIRE VERTEILUNG VON SORGE- UND ERWERBSARBEIT“ online gestellt.

Bitte unterstützen sie die Petition:

https://www.openpetition.de/petition/online/zuschuesse-fuer-haushaltsnahe-dienstleistungen-fuer-eine-faire-verteilung-von-sorge-und-erwerbsarbei

Wenn die Unterstützung für die Familien nicht mehr in dieser Wahlperiode umgesetzt wird, so wäre es gut, wenn die kommende Regierung diesen Schwerpunkt mit aufnimmt.

Danke für Ihre Hilfe.

Mit freundlichen Grüßen

Wilma Losemann

Inhaberin und Geschäftsführerin Losemann Haushaltshilfe